Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund ums Bauen erklärt
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Abbund nennt man das Bearbeiten von Bauholz durch den Zimmerer für die Montage verschiedener Holzbaugewerke.
Abbundanlagen sind CNC-gesteuerte Holzzuschnittanlagen. Die ersten noch mechanisch geregelten Anlagen wurden ab dem Jahre 1963 entwickelt. Im Jahr 1984 wurde dann die erste computergesteuerte Abbundanlage "P8" von der Hans Hundegger Maschinenbau GmbH entwickelt und vorgestellt. Abbundanlagen bearbeiten die Bauhölzer, die der Zimmermann benötigt, um ein Haus in Blockbau- oder Holzständerbauweise (Holzrahmenbau, Fachwerk) oder einen Dachstuhl aufzubauen. Der Zimmermann konstruiert das Haus bzw. die Holzkonstruktion nach den Vorgaben des Architekten oder Statikers.
Je nach Betriebsstruktur können moderne Abbundanlagen nach Bauart und Ausführung in verschiedenen Größen und Ausführungen eingesetzt werden. Das Werkstück wird in der Regel dem jeweiligen Aggregat (sägen, fräsen, markieren...) zugeführt und bearbeitet.
Atmungsaktivität beschreibt umgangssprachlich den Austausch von Gasen und Feuchtigkeit durch einen Stoff hindurch. Atmungsaktive Baustoffe wie das Holz haben eine geringe bis mittlere Rohdichte und erlauben einen auch energetisch sinnvollen Austausch von Innen- und Außenluft. Überschüssige Feuchtigkeit wird bis zu einem gewissen Grad gebunden. Das sorgt für eine gesunde Wohnatmosphäre mit angenehmem Raumklima.
Balkendecke: Hier tragen einzelne in der Regel sichtbare Balken Teile der Decke. Die Balkendecke stellt eine günstige, stabile Deckenform mit einem hohen gestalterischen Moment dar. Konstruktionsbedingt ist aber ein höherer Aufwand beim Schallschutz zu betreiben. Sichtbar verbaut geht die Höhe der Balken meist zu Lasten einer nutzbaren Raumhöhe.
Baulicher Holzschutz bezeichnet die vorbeugenden baulich-konstruktiven Mittel zum Schutz der Hauskonstruktion oder auch einer Holzfassade. Man bezeichnet damit Maßnahmen wie den trockenen Einbau der benötigten Materialien, die Vermeidung von Tauwasser, Dachüberstände oder Spritzwassersockel.
Bauholz nennt man das Holz, das für die Errichtung von Gebäuden und anderen Konstruktionen verwendet wird. Für tragende Konstruktionen sind in Deutschland nach DIN 1052 unter anderem die folgenden einheimischen Holzarten zugelassen: Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche, Buche und Eiche. In dieser DIN sind auch die Qualität und die erlaubte Holzfeuchte geregelt um eine gleichbleibend hohe Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.
Biologische Baustoffe sind Baumaterialien aus schadstofffreien, natürlichen Rohstoffen wie Holz oder Zellulose. Biologische Baustoffe werden fast immer nach den Kriterien der Nachhaltigkeit hergestellt und helfen auf natürliche Weise die Energiebilanz und das Raumklima eines Gebäudes zu verbessern.
Blower-Door-Test ist ein Verfahren, mit dem ermittelt wird, wie oft das Luftvolumen eines Gebäudes unter definierten Bedingungen pro Stunde ausgetauscht wird. Um den erforderlichen Innendruck zu erzeugen, wird ein mit einer Folie bespannter Rahmen in ein Fenster oder eine Tür gesetzt. In einer Öffnung der Folie befindet sich ein Ventilator durch dessen Drehzahl vollautomatisch der Druckunterschied zwischen Innen- und Außenraum geregelt wird. Um den Innendruck aufrechtzuerhalten, muss der Ventilator einen so hohen Volumenstrom fördern, wie durch Leckagen an Anschlüssen wie Fenstern, Türen oder Wandanschlüssen entweicht. Der gemessene Volumenstrom wird durch das Gebäudevolumen geteilt, um den vorhandenen Luftwechsel zu ermitteln und so eine konkrete Aussage über die Dichtheit eines Gebäudes zu erhalten. Mit Nebelmaschinen können die häufig mit bloßer Hand spürbaren Leckagen sichtbar gemacht werden. Es ist empfehlenswert, einen Blower-Door-Test erstmals bereits im geschlossenen Rohbau durchzuführen, da dann evtl. vorhandene Undichtigkeiten noch leicht behoben werden können.
Bohle, oder auch Pfosten, ist die Bezeichnung für Schnittholz mit einer gewissen Mindeststärke und ausgeprägter Breite, im Prinzip also ein recht dickes Holzbrett. Umgangssprachlich werden auch Dielenbretter als Bohlen bezeichnet, sie werden wegen ihrer höheren Steifigkeit gegenüber „normalen“ Brettern zum Beispiel als Fußböden, Belag von Brücken oder für Blockhäuser verwendet. Vorwiegend werden Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Lärche zu Bohlen verarbeitet.
Brettschichtholz nennt man getrocknete und gehobelte Bretter, die in Formen zu großen Holzbauteilen verbunden werden. Dies ermöglicht hohe Spannweiten und gebogene Formen.
Brettsperrholz wird auch als Kreuzlagenholz bezeichnet und ist der Überbegriff für Massivholzelemente, die aus mehreren über Kreuz flach aufeinanderliegenden Brettlagen bestehen. Dieser Aufbau unterscheidet sie von Brettschichtholz, bei dem die Lagen längs zur Faser angeordnet sind. Die Oberflächengüte der Brettsperrholzplatten lässt sich individuell gestalten. In der Regel werden die Platten in Nicht-Sichtqualität hergestellt. Für Plattenoberflächen in Sichtqualität ist eine entsprechende Ausführung der obersten Schicht (Decklage) erforderlich. Je nach Eigenschaft gibt es Decklagen in mit tragender oder nicht tragender Ausführung. Handelsüblich sind Platten mit mehreren Schichten und einer Gesamtstärke von bis zu etwa 34 Zentimetern. Der typische Aufbau einer Brettsperrholzplatte erfolgt mit zueinander im rechten Winkel orientierten Brettlagen bzw. Einschichtplatten. Auch die Massiv-Holz-Mauer® ist ein Brettsperrholzprodukt.
Brettstapel bezeichnet hochkant nebeneinander gestellte, getrocknete Bretter die in der Regel durch Dübel oder Nägel verbunden, in Ausnahmefällen auch verleimt werden. Diese massiven Bauteile lassen sich für Decken und geschosshohe Wände einsetzen.
Dämmung ist die Abdichtung von Wänden, Böden, Gebäuden oder Gebäudeteilen zum Schutz gegen Wärmeverlust, zu hohen Wärmeeintrag im Sommer, Feuchtigkeit, Zugluft oder zur Schallisolierung.
Dämmstoffe sind Materialen zur Abdichtung von Gebäudeteilen. Zu den natürlichen Dämmstoffen gehören u.a. Holzfaserplatten, Kork, Zellulose, Hanf, Flachs, Holz- und Schafwolle. Künstliche oder chemisch-physikalisch aufbereitete Dämmstoffe sind nachhaltig, aber meist billiger. Sie werden aus Polyurethan (PUR) und Polystyrol (als Hartschaumplatten) oder auch Stein- und Glaswolle hergestellt.
Dach benennt man den oberen Abschluss eines Gebäudes. Zusammen mit den Wänden trennt es Außen von Innen und schützt vor den teils unangenehmen Begleiterscheinungen unseres Wetters. Seine Ausführung ist prägend für das gesamte Bauwerk und richtet sich nach klimatischen Bedingungen, Baustoffen und Baustilen. Der Baustoff Holz spielt bei den Dachkonstruktionen traditionell eine große Rolle.
Die obere waagrechte Schnittkante zweier Dachflächen nennt man First. Als Traufe bezeichnet man die untere waagrechte Kante der Dachfläche. Meist ist hier die Dachrinne angebracht.
Der Giebel ist die obere abschließende Wandfläche eines Gebäudes im Bereich des Daches. Die Dachkante am Giebel nennt man Ortgang oder Ort. Dieser verbindet Traufe und First und begrenzt den Giebel nach oben. Das Dachgeschoss ist ein ausgebautes Obergeschoss im Dachraum, der Dachboden ein unausgebauter Raum im gleichen Bereich.
Dachflächenfenster sind Wärme- und schallisolierte Dachfenster in ausgebauten Dachgeschossen. Durch den als „Sky-Faktor“ bezeichneten bis zu 30 % höheren Energieverlust der Gebäudehülle in Richtung Himmel und dem sehr kalten Weltall sind sehr große Dachfenster leider oftmals der Tod so manchen Traumes vom KfW 40 oder Passivhaus. Sie sind in solchen Gebäuden nach Möglichkeit zu vermeiden.
Dachformen gibt es viele – die wichtigsten stellen wir hier vor. Regionale oder traditionelle Eigenarten und modische Erscheinungen sorgen für eine Vielzahl an Formen und Neigungen. Das Flachdach definiert sich über seine ebene oder nur leicht geneigten Dachfläche. Weiterhin gibt es geneigte Dächer wie das Grabendach – eine Aneinanderreihung von Schmetterlingsdächern. Das Walmdach ist ein Dach mit vier Dachflächen: anstelle eines Giebels sind die Schmalseiten ebenfalls abgeschrägt. Eine Sonderform ist das Krüppelwalmdach, ein Walmdach mit verkleinertem Walm. Mansarddächer, mit ihren im unteren Bereich steilen, im oberen Bereich flachen Dachflächen oder das Pultdach, mit einer einzelnen schrägen Dachfläche.
Dachgauben sind Dachausbauten mit eigener Überdachung und Fenster. Dachgauben sollten wärme- und schallgedämmt sein, sie dienen der Belüftung und Belichtung des Dachgeschosses und vergrößern dessen nutzbaren Raum.
Dachgeschoss: Stockwerk über dem obersten Vollgeschoss eines Gebäudes. Das Dachgeschoss darf nur als Wohnraum genutzt werden, wenn mindestens zwei Drittel der Grundfläche die vorgeschriebene Mindestgeschosshöhe für Wohnräume (2,3 m) aufweist.
Dampfsperren werden aus Papier, Textilien, Folien oder auch verleimten Holzverbundplatten gefertigt. Sie verhindern, dass zu viel Wasserdampf aus dem Gebäudeinneren durch das Dach oder die Wand in die Dämmebene eindringt und dort als Tauwasser ausfällt. Die dadurch anfallende höhere Luftfeuchte im Gebäudeinneren muss über Lüftungsanlagen „entsorgt“ werden.
Drempel oder auch Kniestock nennt man die über den Boden im Dachgeschoß hinausragende Außenmauer. Hier liegt die Dachkonstruktion auf.
Energie-Einsparverordnung (EnEV) nennt sich die Verordnung des deutschen Baurechts, die den zulässigen Energieverbrauch in Gebäuden regelt. Die erste Fassung vom November 2001 wurde inzwischen mehrfach überarbeitet, ergänzt und vor allem verschärft. Sinn und Notwendigkeit sind sicherlich unumstritten, die Berechnungsmethoden und Grundlagen, die der Gesetzgeber vorgibt, werden von einigen Experten als zu ungenau und willkürlich kritisiert. Eine zutreffende Aussage über den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes ist nicht möglich.
Energieverbrauch ist der Begriff, der die Energienutzung und den Energiebedarf bezeichnet.
Energieausweis ist das Papier, das der Hausbesitzer Mietern oder Käufern vorweisen muss und das eine Vielzahl interessanter Kennwerte des Hauses (z.B. den zu erwartenden Heizenergieverbrauch) enthält. Ausgestattet mit der Farbskala, die Sie von vielen Elektrogeräten kennen, und mit den entsprechenden Werten hinterlegt, gibt er einen Überblick über die energetische Wertigkeit eines Gebäudes. Da die Berechnungsmethoden nicht wirklich ausgereift sind und das Nutzerverhalten sehr unterschiedlich ist, darf man den Energieausweis nicht überbewerten. Da aber durch seine Normung alle Gebäude gleich richtig oder falsch bewertet werden, ist ein Vergleich einzelner Objekte miteinander möglich.
Eiche ist eine Holzart der Laubhölzer. Sie ist hart, dicht und langfaserig; besitzt eine außerordentlich hohe Tragfähigkeit und ist sehr elastisch. Durch den hohen Gerbsäuregehalt ist sie fäulniswidrig und unter Wasser nahezu unbegrenzter haltbar. Durch die dichte Struktur weist sie nur ein geringes Quell-/Schwundverhalten auf. Sie ist ein hervorragendes Bauholz für hochbelastete Konstruktionen, die der Witterung ausgesetzt sind wie z.B. für Schwellen, Sohlenhölzer, Terrassen, Brücken usw.
Fachwerkbau: Hier bestehen die tragenden Teile einer Wand aus einem Gerippe (Skelett) von Balken und Kanthölzern, dessen Zwischenräume (Gefache) mit Flechtwerk und Lehm oder Mauerwerk ausgefüllt werden. Viele gut erhaltene Fachwerkbauten in den historischen Altstädten in ganz Europa legen Zeugnis darüber ab, dass der Holzbau ohne Probleme Jahrhunderte überdauern kann. Besonders schöne Beispiele für Fachwerkhäuser sind in Schmalkalden/Thüringen oder Rotenburg/Fulda sehen.
Fäulnis ist die Zersetzung organischer Substanzen durch Mikroorganismen unter Sauerstoffmangel. Die sogenannte Holzfäule wird von Pilzen verursacht, die in erster Linie Lignin und Zellulose abbauen. Begünstigt werden Fäulnisprozesse durch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt. Da die durchschnittliche Holzfeuchte in bewohnten beheizten Gebäuden bei ca. 15 % liegt, sich holzzerstörende Pilze aber erst bei einer dauerhaften Durchfeuchtung von mehr als 25 % bilden können, besteht die Gefahr der Schädigung eines Holzhauses normalerweise kaum.
Fenster, Fensterrahmen: Holz ist das gebräuchlichste Baumaterial für Fenster. Holzfensterrahmen sind langlebig, dämmen gut und lassen sich passgenau individuell gestalten. Fensterholz sollte extrem witterungsbeständig und gleichmäßig gemasert sein und sich gut streichen oder imprägnieren lassen. Als Rahmenholz eignen sich vor allem Fichten-, Kiefer- und Douglasienhölzer. Als moderne, pflegeleichte Varianten werden Holz/Alufenster immer beliebter, hier werden die außen liegenden, der Witterung ausgesetzten Teile der Fenster mit Aluminiumprofilen bekleidet.
Fichte ist eine Nadelholzart. Das helle Holz ist weich bis mittelhart, leicht spaltbar und grobfaserig. Die Fichte hat eine hohe Elastizität und Tragfähigkeit, sowie ein geringe Biegsamkeit, und ist somit besonders geeignet für den Holzbau. Ausschlaggebend sind hierfür der gerade Wuchs, das rasche Wachstum, die geringen Ansprüche an den Standort und die gute Verwendbarkeit des Holzes.
Geschossdecke: Ein Geschoss ist eine oberirdische Gebäudeebene, die über wenigstens zwei Drittel ihrer Fläche eine Mindesthöhe von 2,3 Metern hat. Die Geschossdecke grenzt die einzelnen Ebenen eines Hauses nach oben hin ab. Sie trägt die Last des nächsten Stockwerks mit und stabilisiert den Wandaufbau.
Alternativ zu einer Dämmung des Daches kann auch die oberste Geschossdecke, also die Decke, die das oberste Stockwerk und den Dachraum voneinander trennt, gemäß den Regeln der EnEV gedämmt werden.
Geschossdeckendämmung dient vor allem der Wärme- und Schallisolierung. Unter nicht ausgebauten Dachstühlen und über ungeheizten Kellerräumen bieten gedämmte Geschossdecken auch Schutz gegen Feuchtigkeit.
Holz: Der Begriff Holz bezeichnet die festen Teile eines Baumes. Biologisch gesehen ist Holz das Leit- und Festigungsgewebe der Sprossachse, das im Zuge des sekundären Dickenwachstums von Bäumen und Sträuchern gebildet wird. Es besteht unter anderem aus Zellulose, Hemizellulosen und Lignin. Entwicklungsgeschichtlich sind Nadelhölzer älter als Laubhölzer, haben daher einen einfacheren anatomischen Zellaufbau als diese und besitzen nur zwei Zellarten. Kulturhistorisch gesehen zählen Gehölze zu den ältesten genutzten Pflanzen. Als vielseitiger, insbesondere aber nachwachsender Rohstoff stellt Holz bis heute eines der wichtigsten Pflanzenprodukte dar.
Holzbau hat gerade in den südlichen Regionen Deutschlands und der ganzen Alpenregion eine lange Tradition. Holz war einer der ersten Werkstoffe, aus dem Menschen Hütten, Boote und andere Gegenstände des täglichen Lebens gefertigt haben. Er ist ein altes und eigenständiges Fachgebiet, das sich mit seinen spezifischen Techniken und Werkstoffen von anderen Bereichen des Bauwesens, wie beispielsweise dem Mauerwerksbau abgrenzt. Unterschieden wird zwischen dem über Jahrhunderte überlieferten zimmermannsmäßigen Holzbau und dem seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten Ingenieurholzbau. Der aus der fortlaufenden Weiterentwicklung der Holzbautechniken entstandene massive Holzbau stellt eine gelungen Symbiose aus den Vorteilen der traditionellen Holzrahmenbauweise und der herkömmlichen Massivbauweisen dar.
Holzböden sind als Bodenbeläge sehr beliebt und bieten in ihren vielfältigen Erscheinungsbildern eine variantenreiche Möglichkeit, neben dem reinen Nutzen auch Akzente in der Gestaltung von Räumen zu bieten. Ein Holzfußboden ist trittfest, sorgt für ein angenehmes Raumklima und hat hervorragende Dämmeigenschaften. Wichtige Holzarten sind dabei Eiche, Ahorn, Buche, Birke, Fichte und Lärche. Dass sich moderne Holzböden längst vom eher rustikalen Erscheinungsbild vergangener Zeiten abgesetzt haben, zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass selbst Fliesen und Keramikhersteller die beruhigende und angenehme Holzstruktur kopieren.
Holzfassaden sind Außenverkleidungen aus Vollholz oder Plattenwerkstoffen mit vorgesetzter Schale. In der Vergangenheit vielfach als Schindelbelag oder Stülpschalung ausgeführt, beweisen sie seit Jahrhunderten die Widerstandsfähigkeit und Robustheit von Holz. In ihren zeitgemäßen Ausprägungen als Rhombus oder Boden- / Deckelschalung sind sie in der Architektur weit anerkannt und aus den modernen Stadtbildern nicht mehr weg zu denken.
Holzfeuchte gibt den Feuchtegehalt des Holzes in Prozent des Trockengewichts an. Ein Holzfeuchte von rund 15% sollte im Holzhausbau eingehalten werden, um Pilzbefall und nachträgliches Verziehen auszuschließen. Da das Baurecht und die aktuellen Holzbaunormen mittlerweile eine maximale Einbaufeuchte von 18 % für Bauholz vorschreiben und dies auch konsequent überwacht wir, ist die dauerhafte Qualität von Holzbauten gewährleistet.
Holzqualität beschreibt die Bauqualität eines Holzes und richtet sich nach der Holzart, der Holzfeuchte, seiner Lagerung und der Art des Zuschnitts im Sägewerk. Die Holzfeuchte bezeichnet den Feuchtigkeitsgehalt zum Zeitpunkt der Verbauung, der den gegebenen Bedingungen im Nutzungszustand entsprechen sollte, um Schwindung und Trockenrisse zu vermeiden. In Deutschland ist die Holzqualität nach der Deutschen Industrienorm (DIN) 1052 festgelegt, diese folgt dem europäischen Eurocode 5 und setzt häufig noch strengere Maßstäbe an Güte und Qualität.
Holzrahmenbau ist ein standardisiertes Bausystem mit breitem Spielraum in der Qualität und Kostengestaltung. Beim Holzrahmenbau werden die Bauteile in Rahmensegmente unterteilt. Diese Rahmen sind beidseitig mit Holzwerkstoffen beplankt. Die standardisierte Bauart bietet nahezu grenzenlosen Gestaltungsspielraum und eignet sich sowohl für Wohnhäuser als auch für den Objektbau.
Holzschutz, baulicher: Unter baulichem Holzschutz versteht man konstruktive und bauphysikalische Maßnahmen, die dazu beitragen, eine unzuträgliche Veränderung des Feuchtegehaltes von Holz und Holzwerkstoffen zu vermeiden. Maßnahmen des baulichen Holzschutzes sorgen für die dauerhafte Sicherheit und Standfestigkeit der Konstruktionen und können die Einordnung eines Bauteils in eine niedrigere Gefährdungsklasse ermöglichen.
Holzverschalung: siehe Holzfassade.
Hygroskopisch zu sein ist eine Eigenschaft des Holzes. Es bedeutet, das Feuchtigkeit aus der Umgebung in Form von Wasserdampf aus der Luftfeuchtigkeit gebunden wird und hat so entscheidend Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit eines Raumes und somit auf das Raumklima insgesamt. Holz stellt nur eine Ausgleichsfeuchte her; das heißt, es passt sich in seinem Feuchtezustand der Umgebung an. Dadurch kann Holz die Raumluft nicht „trockensaugen“.
Holzskelettbau ist die Bezeichnung für tragende Konstruktionen aus sichtbaren senkrechten Stützen und waagerechten Trägern. Die Wände haben keine tragende, sondern nur aussteifende Funktion. Sie können frei gesetzt und jederzeit wieder verändert werden. Der Wandaufbau mit äußerer und innerer Bekleidung sowie integrierter Wärmedämmung ist dem des Holzrahmenbaus vergleichbar. Die in Hochhäusern verwendete Stahlkonstruktion hat ihren Ursprung im Holzskelettbau.
Ingenieurholzbau ist die Sammelbezeichnung für Holzkonstruktionen, die auf Kenntnissen der modernen Holztechnik und des Ingenieurwesens basieren. Er grenzt sich im Holzbau vom handwerklich orientierten Zimmereiwesen ab. Insbesondere durch den Einsatz von Brettschichtholz, Holzwerkstoffen und computergestützter Verfahren der Baustatik sind großdimensionierte Holzkonstruktionen (Hallen, Brücken, Türme) mit dem Baustoff Holz möglich.
Installation: Haustechnik zur Versorgung eines Gebäudes mit Luft, Wasser, Strom, Gas, Beleuchtung und Kanalsystemen zur Abwasserentsorgung. Im weitesten Sinne gehört zur Installation auch die Nachrichtentechnik, die einen Haushalt mit Antennen oder Anschlüssen an Computernetzwerke versorgt.
Kammertrocknung ist der technische Entzug von Feuchtigkeit bei gesägtem Holz in sogenannten Trockenkammern. Im Gegensatz zur Freilufttrocknung lässt sich die gewünschte Holzfeuchte bei der Kammertrocknung frei einstellen (i.d.R. 12 – 15 %), evtl. noch im Holz befindliche Schädlinge werden abgetötet. Da zur Beheizung von Trockenkammern meist im verarbeitenden Betrieb anfallende Holzreste aus Schnitt- oder Hobelverlusten verwendet werden, ist die Kammertrocknung Energieaufwands- und CO2-neutral.
Kernholz bezeichnet bei zahlreichen Baumarten im Stammquerschnitt die physiologisch nicht mehr aktive, meist dunkle, innere Zone, die sich deutlich vom äußeren, hellen Splintholz unterscheidet. Echtes Kernholz enthält natürliche Inhaltsstoffe, welche die Zellwände imprägnieren und in der Regel die Dauerhaftigkeit des Holzes erhöhen. Im Baum werden die Verbindungen zwischen den Zellen unterbrochen, so dass kein kapillarer Austausch mehr möglich ist. Darum wird Kernholz unter anderem bei der Massiv-Holz-Mauer® als Feuchtigkeitssperre zwischen Bodenplatte und Wandelement verwendet.
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) wurde 1948 mit dem Ziel gegründet, den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Heute ist die KfW unter anderem für die Durchführung von Förderprogrammen zuständig. Die KfW Förderbank bietet im Bereich Bauen, Wohnen, Energie ein breites Spektrum an Programmen, die zur Finanzierung von Investitionen in Immobilien dienen. Gefördert werden die Schaffung von Wohneigentum, die energetische Gebäudesanierung, die Errichtung von sparsamen Neubauten sowie Photovoltaik-Anlagen. Die von der KfW definierten Kreditvergabekriterien wie KfW-40, KfW-55 oder KfW-70 sind anerkannte Energiestandards für Gebäude.
Lasuren bezeichnen einen (im Gegensatz zu Lacken) durchsichtigen Überzug, welcher bei Holz oft zur Oberflächenveredelung und zum Schutz aufgetragen wird. Die Art der Lasur hängt von dem Anwendungsgebiet ab als auch davon, welcher Witterung das lasierte Holz ausgesetzt ist.
Die Lärche zählt zu den Nadelhölzern. Das harzreiche Holz ist mittelhart, elastisch und zäh. Sie ist grobfaserig und gut bearbeitbar und weist eine große Elastizität und Tragfähigkeit auf. Lärche ist eines der beständigsten und dauerhaftesten Nadelhölzer.
Lehmbau bezeichnet die Erstellung von Bauwerken aus Lehm sowie die so erstellten Bauwerke selbst. In vielen Gegenden wird dem Lehm Stroh zugesetzt. Dies ist nicht unbedingt erforderlich, bewirkt aber eine geringere Dichte des entstehenden Materials und damit bessere Wärmedämmeigenschaften. Außerdem wirkt das Stroh als Armierung der Rissbildung entgegen. Heute kann von einer Renaissance des Lehmbaus gesprochen werden, gerade im Bereich des Wandputz in Innenräumen wird immer häufiger auf Lehmputz zurückgegriffen. Oft kann der Lehm direkt an der Baustelle aus dem Boden gewonnen werden, meist wird aber aus wirtschaftlichen Gründen auf trockene und fein gemahlene in Säcken gelieferte Fertigprodukte zurück gegriffen. Gegenüber Zement hat Lehm einige sehr positive Eigenschaften, die ihn nicht nur für ökologisches Bauen interessant machen:
Lehm ist schadstofffrei und hautfreundlich, er wirkt Luftfeuchte regulierend und ist diffusionsfähig.
Trockener Lehm wirkt antibakteriell und abweisend gegen Schädlinge und bindet Schadstoffe aus der Luft.
Lehm benötigt nur einen geringen Primärenergieaufwand in der Herstellung und ist vollständig recycelbar.
Luftfeuchtigkeit definiert den Anteil des Wasserdampfs in der Luft und wird als relative Kenngröße angegeben. Der Feuchtigkeitsgehalt in der Atmosphäre hängt von der Umgebungstemperatur und vom Druck ab. Durch seine hygroskopischen Eigenschaften passt Holz seine Feuchte der Umgebungsfeuchte an, kann so Spitzenwerte abfedern und sorgt so für ein gleichmäßiges Raumklima.
Die Luftdichtheit von Gebäuden ist Grundvoraussetzung für schadensfreie und energiesparende Bauten. Die Notwendigkeit einer dichten Gebäudehülle wird oft unterschätzt, weil angenommen wird, dass die Wände „atmen“ müssen. Mit „atmenden“ Wänden ist aber gemeint, dass die Wände wasserdampfdiffusionsoffen sein sollten, dies ist nicht mir Undichtigkeit gleichzusetzen. Wie so vieles im Leben ist aber auch der Begriff der Luftdichtheit relativiert zu sehen. Ein absolut dichtes Gebäude ist mit herkömmlichen Mitteln nicht herzustellen. Der Gesetzgeber bezeichnet Gebäude deren Raumluft maximal 3-mal pro Stunde komplett getauscht wird als ausreichend Luftdicht. Ein normal gebautes und gedämmtes Haus aus der Massiv-Holz-Mauer® erreicht eine Luftwechselrate von 0,8/h – 1,0/h, dieser Wert könnte bei Bedarf ohne Probleme noch weiter gesenkt werden. Ein begrenzter natürlicher Luftwechsel, unterstützt durch ein richtiges Lüftungsverhalten, reicht aber aus um ohne nennenswerte Energieverluste auf natürliche Weise ein angenehmes, gesundes Raumklima zu erzeugen.
Massivholz ist formstabil und hat hervorragende Dämmeigenschaften. Es lässt sich problemlos bearbeiten und weist dennoch eine erstaunliche Festigkeit auf. Der Feuchtigkeitsgehalt eines Massivholzkörpers verringert dieBrandgefahr, seine Struktur bietet gute Schall- und Wärme dämmende Eigenschaften. Kurzum, ein idealer Baustoff.
Massivholzbau bezeichnet eine Bauweise im Holzbau und unterscheidet sich von anderen Holzbauweisen wie dem Skelettbau oder dem Holzrahmenbau durch seinen durchgehend massiven Elementaufbau. Massive Holzbauelemente werden als Wand-, Dach- und Deckenelemente hergestellt. Konstruktiv handelt es sich dabei um Brettschichtholz bzw. Brettsperrholz. Die einzelnen Brettlagen können miteinander verleimt oder mit Holzdübeln oder Drahtstiften verbunden sein. Durch die großen, in der Regel vorgefertigten Wandelemente werden kurze Bauzeiten erzielt und so die Kosten gesenkt. Der Rohbau für ein Einfamilienhaus kann so beispielsweise in rund drei Tagen errichtet und wetterfest geschlossen werden.
Mondholz, Mondphasenholz: So wird ein zu einer bestimmten Mondphase geschlagenes Holz bezeichnet.
Obwohl wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen, sind einige Zimmerer und Schreiner der Meinung, dass das nach Mondphasen eingeschlagene Holz dauerhafter und besser zu bearbeiten ist.
Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise erneuert werden kann. Seit ca. 250 Jahren steht der Begriff für das Streben nach stetiger Bereitstellung und Optimierung sämtlicher Waldfunktionen zum Nutzen der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen. Ursprünglich bezog sich Nachhaltigkeit nur auf den Holzvorrat, es darf nicht mehr Holz geschlagen werden als nachwächst. Heute denkt man angesichts der Endlichkeit unserer Rohstoffe in vielen Bereichen über eine nachhaltigere Wirtschaftsweise nach.
Nettoenergiebilanz ist die Gegenüberstellung aller Energiemengen, die für den Bau, den Betrieb und Rückbau eines Systems benötigt werden, und derjenigen Energien, die von dem System im Laufe seiner Lebensdauer bereitgestellt werden. Hinter diesem etwas sperrigen Satz verbirgt sich die Erkenntnis, dass das schönste Passivhaus weniger Wert sein kann als ein energetisch sinnvoll geplantes, aber nur „normal“ gedämmtes Haus. Dann nämlich, wenn die Herstellung und spätere Entsorgung der Dämmstoffe, Lüftungs- und Steuerungsanlagen mehr Energie verschlingen als sie einsparen und wenn es möglich gewesen wäre, mit demselben Aufwand unter Nutzung von bzw. Solarenergie mehr Energie zu erzeugen als benötigt wird.
Niedrigenergiehaus wird regional unterschiedlich definiert. In Deutschland werden damit im Wesentlichen Häuser bezeichnet, die einen um 30% niedrigerer Energiebedarf erfüllen als in der geltenden Energie-Einsparverordnung gefordert wird.
Passivhaus ist die Bezeichnung für ein Gebäude mit sehr geringem Energieverbrauch. Es ist kein festgeschriebener Standard, sondern orientiert sich an den Empfehlungen des -privaten- Passivhausinstitutes in Darmstadt. Danach weist ein Passivhaus einen Heizwärmebedarf von maximal 15kWh/m²a auf. Bei so guten thermischen Eigenschaften ist ein konventionelles Heizsystem nicht mehr nötig, das Haus wird durch die inneren Gewinne (Personen, Elektrogeräte) sowie die solaren Gewinne geheizt. Eine kontrollierte Lüftung sorgt für ein geregeltes Raumklima und verhindert Wärmeverluste durch falsches Lüften. Es ist nur noch eine kleine Zuheizung notwendig.
Photovoltaikanlagen (PV Anlagen) sind Solarstromanlagen, in denen mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird. Sie sind mittlerweile technisch ausgereift. Die Solarmodule werden in der Regel auf einer Unterkonstruktion befestigt, welche die Module idealerweise so ausrichtet, dass der höchstmögliche oder ein möglichst gleichbleibender Energieertrag über das Jahr gewährleistet wird. Aufgrund der unterschiedlich hohen Förderungen und Einspeisevergütungen lassen sich nur schwer Aussagen über eine Amortisation machen.
Phasenverschiebung beschreibt in der Bautechnik die Zeitspanne, die eine Temperaturwelle benötigt, um von der Außenseite eines Bauteiles auf die Innenseite zu gelangen. Je größer die Phasenverschiebung, desto länger wird die Aufheizung des Gebäudeinneren verzögert. Dies ist ein wichtiger Faktor für den sommerlichen Wärmeschutz. In unseren Breitengraden hat das umgekehrte Wirkprinzip – was nicht rein kann, kann auch nicht raus – eher Gültigkeit. Durch eine längere Phasenverschiebung sinkt die Raumtemperatur über Nacht nur langsam ab und es muss weniger nachgeheizt werden. Diesem Umstand wird in der gegenwärtigen Form der Energieberechnung leider nicht Rechnung getragen.
Pfette ist ein waagerechter Träger in einer Dachkonstruktion. Je nach Lage wird zwischen Firstpfette, Mittelpfette und Fußpfette unterschieden. Pfetten liegen in der Regel parallel zu First und Traufe eines Daches.
Die Pfette ist eine Zwischenkonstruktion im Pfettendach. Sie trägt die rechtwinklig darüber angeordneten Sparren und leitet die Last in Stützen und Wände weiter. Die Firstpfette hat ihre Bezeichnung nach ihrer Lage im First des Daches. Sie ist die höchstgelegen Pfette der Konstruktion und trägt ihre Lasten über Stützen und Wände ab.
Die Mittelpfette, auch Zwischenpfette, liegt zwischen First- und Fußpfette und dient zur Zwischenunterstützung der Sparren, insbesondere wenn diese größere Spannweiten überbrücken müssen. Ihre genaue Lage richtet sich nach entwurflichen und statischen Gegebenheiten, zum Beispiel den Möglichkeiten, die Lasten über darunterliegende Stützen und Wände abzutragen.
Die Fußpfette liegt am Fußende der Sparren. Dies ist in der Regel der Traufbereich einer Dachfläche. Bei hölzernen Dachkonstruktionen von Gebäuden liegt die Fußpfette – anders als Mittelpfette und Firstpfette – häufig vollflächig auf, beispielsweise auf einer Geschossdecke oder einem Drempel. In diesem Fall ist die Fußpfette beträchtlich schwächer dimensioniert als die anderen Pfetten.
Sanierung: Instandsetzung eines Gebäudes unter Verbesserung der Bausubstanz.
Schall bezeichnet allgemein das Geräusch, den Klang oder Ton, so wie er von Mensch und Tier mit dem Gehör wahrgenommen werden kann. In der Bautechnik werden drei verschiedene Arten des Schalls unterschieden:
a) Luftschall ist der sich in der Luft ausbreitende Schall,
b) Körperschall ist der sich in festen Stoffen ausbreitende Schall, er kann auch über Wände in andere Stockwerke übertragen werden und
c) Trittschall, der beim Begehen einer Decke oder Treppe entstehende Körperschall, der teilweise als Luftschall in darunterliegende Räume abgestrahlt wird.
Schallisolierung wird zur Dämmung des Geräuschpegels innerhalb eines Gebäudes eingesetzt. Ein guter Schallschutz verhindert die Lärmbelästigung von außen (Straßenlärm, Bahnlinien, Fluglärm) ebenso wie von innen (Tritte, Waschmaschinen, Musik). Schallabsorbierende Baustoffe sind Holz und verschiedene Kunststoffe.
Eine hohe Masse kann ebenso dienlich sein wie ein vielschichtiger Aufbau aus verschiedenen Materialien.
Schimmelpilze sind eine Gruppe von Pilzen, deren Sporen, Zellkörper oder Ausscheidungen gesundheitsschädlich sein können (Allergien, Vergiftungen) oder organische Bausubstanz zerstören. Schimmelpilze sind häufig auch die Ursache von Geruchsbelästigungen und mindern den Wert eines Wohnraums ganz erheblich. Feuchtigkeit begünstigt die Entstehung und Ausbreitung von Schimmel.
Sparren nennt man in Dachkonstruktionen die Träger, die von der Traufe zum First verlaufen und die Dachhaut tragen. In der Aufsicht sind sie üblicherweise rechtwinklig zum First angeordnet. Alle Sparren eines Daches bilden die Ebenen der Dachflächen und werden als Sparrenlage bezeichnet. Das untere Ende eines Sparrens wird auch als Sparrenfuß bezeichnet, ragt es über die Kante der Außenwand hinaus und ist von außen sichtbar, wird dagegen von einem Sparrenkopf gesprochen. Der Sparren hat die Aufgabe, Lasten in ein darunter befindliches Tragwerk einzuleiten. Man unterscheidet dabei zwischen ständigen Lasten (dem Bauwerk selbst), Verkehrs-, Schnee- und Windlasten.
Steigende Anforderungen an die Wärmedämmung führten in den letzten Jahren zu immer größeren Dämmstoffdicken. Woraus wiederum folgt, dass bei der Dimensionierung der Sparren nicht nur statische Anforderungen eine Rolle spielen, sondern auch die Notwendigkeit, sie entsprechend dem erforderlichen Energiestandard und der Art der Dämmung entsprechend zu dimensionieren. Insofern liegen die Sparrenhöhen bei Neubauten heute selten unter 20 cm.
Stülpschalung: Holzverschalung aus von oben nach unten überlappenden, waagrecht angebrachten Brettern.
Tragwerk ist im Bauwesen eine Bezeichnung für das statische Gesamtsystem der Bauteile, die maßgeblich für die Standsicherheit eines Bauwerks sind. Das Tragwerk eines Gebäudes besteht in der Regel aus Decken, Balken, Stützen, Wänden und der Gründung.
Tauwasser entsteht, wenn Luftfeuchtigkeit auf kalten Oberflächen kondensiert. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte, wird das beim Abkühlen der Luft oder auf kalten Oberflächen nicht mehr einlagerbare Wasser freigesetzt. Jeder kennt die Folgen in Form von beschlagenen Fenstern oder Spiegeln. Wenn das freigesetzte Wasser in das Mauerwerk eindringt, können durchnässte Stellen und Schimmelbildung die Folge sein. Das hygroskopische Verhalten des Holzes wirkt diesem unangenehmen Phänomen entgegen.
Trockenbau: Ein- oder Ausbau begrenzender Raumteile (Zwischenwände, Böden, Decken) ohne wasserhaltiges Baumaterial (z.B. Putz, Mörtel).
Unterspannbahnen schützen die Dachausbauschichten bzw. den nicht ausgebauten Dachraum vor Schlagregen, Treibschnee, Schmelzwasserrückstau, Staub und Kondenswasser.
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie groß die durch ein Bauteil fließende Wärmemenge ist. Je kleiner der k-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Da die Energiebedarfsberechnung anhand des U-Wertes von Bauteilen grundlegende physikalische Gegebenheiten außer Acht lässt, ist der U-Wert ungeeignet, dentatsächlichen Energiebedarf eines Gebäudes zu berechnen. Als Vergleichswert ist er aber ein adäquates Mittel.
Bei der Berechnung des U-Wertes und der Entscheidung wie dick bzw. wie dicht eine Wand sein soll, wird häufig vergessen, dass der U-Wert eigentlich nur wenig über den tatsächlichen Energiebedarf eines Hauses aussagt. Gerade für den sommerlichen Wärmeschutz ist die Phasenverschiebung* wichtiger als der Dämmwert.
Man kann sich das so vorstellen: Sie haben eine Badewanne die sich mit Wasser füllt. Irgendwann ist sie voll und läuft über. Der U-Wert sagt mir nur wie viel Wasser aus der Wanne läuft, aber nicht wie hoch die Wanne ist. Bei einer kurzen Phasenverschiebung ist die Wanne eben nur 10 cm hoch und das Wasser läuft schnell über. Bei einer langen Phasenverschiebung, wie bei der Massivholzmauer, ist die Wanne 1 m hoch und es dauert entsprechend lange bis was überläuft. Das heißt, im Sommer kann die Wärme im Laufe eines Tages nicht ins Innere durchschlagen, im Winter wird durch den langsamen Weg der Wärme durch die Wand Energie gespart.
*der Zeitraum zwischen dem Auftreten der höchsten Temperatur auf der Außenoberfläche eines Bauteils bis zum Erreichen der höchsten Temperatur auf dessen Innenfläche
Verglasung benennt die Verwendung oder den Einbau einfach, doppelt oder sogar dreifach gefügter Scheiben in Fenster, Türen oder Wintergärten. Die Art und Ausführung der Verglasung hat auch Auswirkungen auf den Energiebedarf eines Gebäudes.
VOB, die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, enthält Regelungen für die Vergabe von Bauaufträgen durch öffentliche Auftraggeber. Die VOB ist weder ein Gesetz noch eine Rechtsverordnung. Sie muss bei der Ausgestaltung von Bauverträgen explizit genannt werden und dient dann als Allgemeine Geschäftsbedingung, welche die Interessen beider Vertragsparteien gleichermaßen berücksichtigt. Da die für Bauverträge grundsätzlich geltenden Vorschriften des BGB über den Werkvertrag für viele der im Baurecht auftretenden Probleme keine spezifischen Lösungen bieten, besteht oft das Bedürfnis nach zusätzlichen Regelungen.
Wartung: Nach DIN 31051 gilt als Wartung jede Maßnahme, die „den Abbau des vorhandenen Abnutzungsvorrats“ einer Betrachtungseinheit verzögert. Im Bauwesen betreffen Wartungsarbeiten in erster Linie die Haustechnik.
Zimmerei ist ein Holzbaubetrieb, der neben der Holzverarbeitung auch Baukonstruktionen aus Holz entwerfen und bauen darf, z.B. Holzrahmenhäuser, Treppen, Balkone etc.
Text- und Quellenhinweis:
Das Thema Holzbau ist interessant, vielschichtig und weitläufig. Viel wäre darüber zu sagen oder zu schreiben, das meiste ist jedoch schon einmal irgendwo aufgeschrieben worden. Um uns gleich von Anfang an keinerlei Plagiatsvorwürfen ausgesetzt zu sehen wird hier ganz deutlich gesagt: Ja, wir haben abgeschrieben!!! Unser besonderer Dank gilt hier der Fa. Holzbau Schafferer in Matrei/Tirol/Österreich, von deren hervorragender Internetseite wir einige Schlagwörter und Erklärungen übernehmen und ausbauen durften. Im Übrigen sind einige Erklärungen eigenen und fremden Artikeln auf Wikipedia entnommen oder das Ergebnis eigener Formulierungsversuche. Das Geschriebene gibt außer den Fakten bisweilen auch die Meinung des Autors wider. Diese ist subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit.





